Was macht ein Ghostwriter? – Einsatzbereiche und Berufsbild

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Der Begriff des Ghostwriters bleibt oft unklar in seinen Aufgabenbereichen und seiner Abgrenzung zu Co-Autorschaft oder Plagiaten. Für einen besseren Überblick finden Sie hier die üblichen Tätigkeitsbereiche eines Ghostwriters, sowie die rechtliche Einordnung dieser Tätigkeit.

So können Sie sich darüber informieren was ein Ghostwriter eigentlich macht und wann man als Auftraggeber diese Dienste in Anspruch nimmt.

Was ist ein Ghostwriter?

Der Begriff kann auch durch das Wort Auftragsschreiber ersetzt werden. Er bezeichnet Autoren die Texte und Auftragsarbeiten im Namen anderer Personen verfassen.

Als Auftragsschreiber bleiben sie als Geister anonym und im Hintergrund. Viele Ghostwriter arbeiten freiberuflich oder werden durch spezialisierte Agenturen vermittelt. Auch Verlage oder andere Autoren können diese Dienste aufgrund mangelnder Zeit oder anderer Gründe in Anspruch nehmen.

Für die Tätigkeit als Auftragsautor werden keine standardisierten Ausbildungswege vorausgesetzt. Die Fähigkeiten des Autors werden in seinen Arbeiten gemessen und hängen von den Bereichen ab, in denen er tätig ist.

In welchen Bereichen werden Ghostwriter tätig?

Auftragsarbeiten können Sie in vielen unterschiedlichen Bereichen vergeben oder annehmen. Im literarischen Feld werden Ghostwriter für große oder kleine Projekte genutzt. Sie verfassen Biografien bekannter Persönlichkeiten, ganze Romanserien oder kurze Werke.

Auch für öffentliche Reden oder Songtexte werden immer wieder Auftragsautoren genutzt. Umstrittener ist die Nutzung eines beauftragten Autors im wissenschaftlichen oder akademischen Bereich. Während es früher üblich war, dass Lehrstuhlinhaber einige Texte von Mitarbeitern verfassen ließen, müssen Sie sowohl als Ghostwriter, wie auch als Auftraggeber, heute mit rechtlichen Konsequenzen oder Missachtung rechnen.

Dennoch werden Auftragsarbeiten im akademischen Bereich ebenfalls angeboten.

Ghostwriting, Co-Autor oder Plagiat

Der Bereich des Ghostwritings grenzt sich von Plagiaten deutlich ab. Bei Plagiaten werden bereits existente Texte entweder komplett oder in Ausschnitten genutzt. Ein Aftragsautor verfasst dagegen eigenständige und einzigartige Texte für den Auftraggeber. Damit können Sie den Plagiatsvorwürfen entgehen. Dabei bleibt der Ghostwriter jedoch im Hintergrund und wird meist nicht namentlich genannt.

Sie können Ghostwriter in einer Danksagung oder im Impressum angeben. Bei bekannten Auftragsautoren wird der Verfasser häufig als Co-Autor genannt. Dennoch können Sie zwischen Ghostwriting und einer öffentlich kommunizierten Auftragsarbeit durch die namentliche Kennzeichnung des Autors unterscheiden.

Die Rechtslage für Ghostwriting

Bei Auftragsautoren unterscheidet sich die rechtliche Einschätzung je nach ihrem Einsatzbereich. In der Literatur und anderen künstlerischen Arbeiten sind für Auftragsarbeiten im Gegensatz zum akademischen Bereich keine Regulierungen gegeben.

Bei wissenschaftlichen Arbeiten machen Sie sich sowohl als Autor, als auch als Auftraggeber strafbar, sobald Sie eine eidesstattliche Erklärung für die Arbeit abgeben müssen. Wird die Arbeit des Ghostwriters nur als Beispiel oder Entwurf genutzt, ist die Arbeit erlaubt und wird nicht geahndet.

Ein Ghostwriter kann als Unterstützung im großen oder kleinen Umfang genutzt werden.